Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Bedingungen gelten für Mehrplatz-Lizenzen, die Betriebe und Bildungseinrichtungen über mysterapp.com beziehen. Für Einzelabos, die über den App Store oder den Play Store abgeschlossen werden, gelten die Bedingungen des jeweiligen Stores.
§ 1 Geltungsbereich
Anbieter ist die NDECS Education & Connection Services | Buhlinger & Penkwitt GbR, Kronenstraße 3, 76133 Karlsruhe (nachfolgend „wir“).
Diese Bedingungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. An Verbraucher geben wir Mehrplatz-Lizenzen nicht ab.
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.
§ 2 Vertragsgegenstand
Gegenstand ist die zeitlich begrenzte Nutzung der Lern-App „Myster“ durch eine im Voraus vereinbarte Zahl von Personen. Der Kunde erhält einen Lizenzcode, mit dem sich jeweils eine Person einen Platz belegt.
Die App wird für iOS und Android bereitgestellt und umfasst zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses insbesondere Lernkarten samt Wiederholungsplanung, Animationen, 3D-Modelle, Sonderkarten, Werkstattfälle und ein Lexikon zum Nachschlagen. Maßgeblich ist die Leistungsbeschreibung auf mysterapp.com/betriebe zum Zeitpunkt der Bestellung.
Die Inhalte werden fortlaufend erweitert und überarbeitet. Ein Anspruch auf den Fortbestand einer einzelnen Karte, Animation oder Funktion besteht nicht, solange der Gesamtumfang der Leistung dadurch nicht wesentlich hinter dem zurückbleibt, was bei Vertragsschluss geschuldet war.
§ 3 Lizenzcode und Plätze
- Eine Lizenz umfasst eine feste Zahl von Plätzen und einen Code.
- Jede Person belegt mit dem Code genau einen Platz.
- Ist der letzte Platz belegt, greift der Code nicht mehr, bis ein Platz freigegeben wird.
- Der Kunde gibt einen Platz in der Verwaltung selbst frei. Der Zugang der betroffenen Person endet damit sofort; ihr Konto und ihr Lernstand bleiben bestehen.
- Der Kunde darf den Code nur an Personen weitergeben, die bei ihm beschäftigt oder eingeschrieben sind. Er bewahrt ihn so auf, dass Dritte ihn nicht erlangen.
Belegen darüber hinaus Personen einen Platz, weil der Kunde den Code weitergegeben oder nicht hinreichend geschützt hat, können wir den Code sperren und einen neuen ausgeben. Für jeden so belegten Platz schuldet der Kunde die Vergütung nach § 4 für die restliche Laufzeit; weitergehende Ansprüche bleiben unberührt. Bei wiederholtem Verstoß können wir den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen.
§ 4 Preise und Preisänderungen
Ein Platz kostet 139 € je Jahr. Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Preisseite genannten Beträge.
Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Die genannten Beträge sind Endpreise.
Wir können den Platzpreis zum Beginn einer Verlängerungslaufzeit ändern. Eine Änderung kündigen wir mindestens sechs Wochen vor dem Ablauftag in Textform an. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall bis zum Ablauftag kündigen, auch wenn die Frist nach § 5 bereits verstrichen ist; auf dieses Recht weisen wir in der Ankündigung hin. Für die laufende Laufzeit bleibt der vereinbarte Preis unverändert.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
Wir prüfen jede Bestellung und schalten die Lizenz frei; erst dann wird der Code sichtbar. Die Lizenz läuft ein Jahr ab Freischaltung und hat ein festes Enddatum. Wer einen Platz erst später belegt, erhält Zugang bis zu diesem Datum – die Laufzeit beginnt nicht neu.
Die Lizenz verlängert sich zum Ablauftag um jeweils ein weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens einen Monat vor dem Ablauftag gekündigt wird. Die Kündigung bedarf der Textform; eine E-Mail genügt.
Das Recht beider Seiten zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Nach dem Ablauftag endet der Zugang der betroffenen Personen ohne Übergangsfrist. Jede Person kann anschließend selbst ein Abo abschließen und mit ihrem erhaltenen Lernstand weiterlernen.
§ 6 Zahlung, SEPA-Lastschrift
Die Rechnung wird nach der Freischaltung gestellt und ist ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang fällig.
Hat der Kunde ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt, ziehen wir den Betrag über unseren Zahlungsdienstleister ein. Vorabankündigung: Wir informieren den Kunden vor jedem Einzug, spätestens 5 Kalendertage vor der Belastung. Damit wird die gesetzliche Frist von vierzehn Tagen einvernehmlich verkürzt.
Rücklastschrift: Scheitert ein Einzug aus einem Grund, den der Kunde zu vertreten hat, trägt er die dadurch tatsächlich entstehenden Kosten. Der Zugang bleibt zunächst bestehen; er endet, wenn der Betrag nicht innerhalb von 14 Tagen nach einer Mahnung ausgeglichen wird.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen, insbesondere § 286 und § 288 BGB. Dem Kunden bleibt der Nachweis unbenommen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
§ 7 Nutzungsrechte
Der Kunde und die von ihm berechtigten Personen erhalten für die Laufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der App zu Lern- und Ausbildungszwecken. Inhalte dürfen nicht vervielfältigt, öffentlich zugänglich gemacht oder an Dritte weitergegeben werden.
Bildungseinrichtungen dürfen Inhalte im eigenen Unterricht vorführen, etwa über Beamer oder Whiteboard, solange nur Personen anwesend sind, die bei ihnen eingeschrieben oder beschäftigt sind. Nicht gestattet ist es, Inhalte dafür abzufotografieren, abzufilmen, auszudrucken, in Skripte zu übernehmen oder in Lernplattformen einzustellen.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
Wir betreiben den Dienst mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und beheben Störungen im Rahmen des technisch und betrieblich Möglichen zügig.
Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht geschuldet. Es wird keine Verfügbarkeitsquote zugesagt. Der Dienst kann durch Wartung, Störungen, Ausfälle der Internetanbindung oder Umstände außerhalb unseres Einflussbereichs zeitweise nicht erreichbar sein. Wartungsarbeiten legen wir nach Möglichkeit in die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr und kündigen planbare Arbeiten mit Vorlauf an.
Die auf dem Gerät geladenen Lerninhalte stehen auch dann zur Verfügung, wenn der Dienst vorübergehend nicht erreichbar ist; der Lernstand wird nachträglich abgeglichen.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Kunde über die Verwaltung Einblick in Lernstände der von ihm berechtigten Personen erhält, entscheidet er über Zweck und Mittel dieser Verarbeitung und ist insoweit Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Wir verarbeiten diese Daten in seinem Auftrag.
Vor der ersten Belegung eines Platzes schließen die Parteien dafür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Er kommt mit der Bestellung zustande und geht diesen Bedingungen im Umfang seines Regelungsbereichs vor.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, die betroffenen Personen über Art und Umfang der Einsicht zu unterrichten und, soweit erforderlich, die Beteiligung der Arbeitnehmervertretung sicherzustellen. Einzelheiten zur Verarbeitung stehen in unserer Datenschutzerklärung.
§ 10 Prüfungserfolg
Myster bereitet auf Prüfungen vor. Ein bestimmtes Prüfungsergebnis wird nicht geschuldet und nicht zugesagt.
§ 11 Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Übernahme einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur, wenn eine Pflicht verletzt wird, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Für den Verlust von Daten haften wir nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung entstanden wäre. Die Lernstände werden auf unserer Seite gesichert; für die eigenen Daten des Kunden bleibt er selbst verantwortlich.
Diese Regelungen gelten auch für unsere gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
§ 12 Änderungen dieser Bedingungen
Wir können diese Bedingungen ändern, soweit dies wegen einer Änderung der Rechtslage, einer höchstrichterlichen Rechtsprechung, einer technischen Weiterentwicklung des Dienstes oder einer Regelungslücke erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung bleibt unberührt; Preisänderungen richten sich ausschließlich nach § 4.
Die geänderten Bedingungen teilen wir dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit und weisen dabei auf die Änderung, auf sein Widerspruchsrecht und auf die Folgen des Schweigens hin. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Widerspricht er, können beide Seiten den Vertrag zum Ablauftag der laufenden Laufzeit kündigen; bis dahin gelten die bisherigen Bedingungen fort.
§ 13 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Karlsruhe ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag. Wir dürfen den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: September 2026